Max Dauthendey - Sangdichtung Dornröschen

Glühen die Harfen der Ätherräume, Purpurn erblühen die Träume. Der Dichter Es schleicht durch meine Einsamkeit Ein Sehnen abendmild. Ich will ein Leben schaffen, Ein warmes Menschenbild. Es soll in Gärten wohnen, Wo nie der Sommer reift, In Hallen soll es thronen, Die nie ein Laut gestreift. Ich will ins Blut ihm senken Mein eigen warmes Herz» Will ihm mein Lachen schenken, Mein Schweigen, meinen Schmerz. Du Lichtkind meiner Träume Wirst mir Vergessen geben, In meinen Sehnsuchtdornen Wirst du als Rose leben. Dornröschen, Sehnsuchtrose, Du sollst zur Sonne klagen, Du sollst durch Schloß und Garten In unbewußtem Erwarten Mein Sehnen mit dir tragen. Vor meiner Harfe Klänge Sollst du nach Ruhe ringen,

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